Berichte - Presse, etc.:

Die westfälischen Nachrichten vom 30. Januar 2016

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Die Glocke vom 30. Januar 2016

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Die Glocke vom 5. Februar 2015

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Nachruf

Am 20. Jan. 2015

ist plötzlich unser Kamerad Chris Meiltonim im Alter von 62 Jahren verstorben.

Die Urnenbestattung findet am 21. Febr. 2015 um 10.30 Uhr im Friedwald in Freckenhorst statt.
Chris war einige Jahre im Vorstand der Soldatenkameradschaft tätig. Federführend hat er sich
ausgezeichnet um den Freundschaftskontakt zum englischen "White Ensign Club" in Exeter.
Es haben einige Besuche  in Exeter und Freckenhorst stattgefunden.

 

Wir werden ihn in Erinnerung behalten.

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Nachruf

Am 7. Januar 2015

verstarb unser Vorstandskamerad

und Fahnenwart in über 10-jähriger 

Aktivität im Verein

Heinz-Dieter Landwehr



Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten!

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Die Glocke vom 17. November 2014

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Nachruf

am 17. November 2013

verstarb unser Vorstandskamerad

Reinhard Rothove

Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten!

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Die Glocke vom 31.Mai 2014 

Jahresfest 2014 am 28.+ 29. Mai

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Die Glocke vom 18. November 2013


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Doppelkopf-Turnier am 9.11.2013 

im SKF Vereinsheim

Mit 18 Teilnehmern an 5 Tischen

1. Sieger  Alfons Mussenbrock    +84

2. Sieger  Alois Riemann             +51

3. Sieger  Heinz Pries                  +47

4. Sieger  Fritz Drepper               +46

5. Sieger  Maria Müller                +21

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Die Glocke vom 18. November 2013

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Die Glocke vom 19. September 2013

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Die Glocke vom 13. Mai 2013

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Die Glocke vom 2. Mai 2013

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"Die Glocke"  vom 26. September 2012

  vom 19. Mai 2012

Kranzniederlegung am 16. Mai




Westfälische Nachrichten vom 21. Mai 2012

Soldatenkameradschaft feiert zwei Tage lang ihr traditionelles Jahresfest

Reinker sichert sich Vereinspokal

Klaus Hirtzbruch forderte in seiner Ansprache, dass jeder seinen kleinen Teil zu dauerhaftem und weltweitem Frieden leisten solle. Musikalisch untermalt wurde die Gedenkfeier durch den Orchesterverein Freckenhorst  Foto:(Ohlmeier)

 

Freckenhorst - „Die Vergangenheit muss reden, und wir müssen zuhören. Vorher werden wir und sie keine Ruhe finden“, bemerkte Erich Kästner einst. Dessen Worte nahm Klaus Hirtzbruch am Mittwochabend bei seiner Rede am Ehrenmal an der Petrikapelle auf. Eine kleine Gedenkfeier bildete den Auftakt zum Jahresfest der Soldatenkameradschaft. Die Wirren insbesondere der beiden Weltkriege und 100 gefallene Bundeswehrsoldaten in den vergangenen 20 Jahren riefen zum Erinnern auf. Jeder sollte, so Hirtzbruch, seinen eigenen kleinen Teil zu dauerhaftem und weltweitem Frieden beisteuern.

Anschließend legten die Kameraden einen Kranz nieder. Musikalisch untermalt wurde die Gedenkfeier durch den Orchesterverein Freckenhorst, auch eine Abordnung der ehemaligen Soldaten Hoetmar nahm teil.
Der Gemeinschaftsgedanke wurde im Anschluss in den Bürgerstuben gepflegt. Neben einer Tombola gab es gute Gespräche, Musik und Tanz. Zudem wurden Horst Gembries, Günter Gericke und Günther Kula in Abwesenheit für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Aktuell zählt die Kameradschaft laut Klaus Hirtzbruch rund 230 Personen.
Am Donnerstag erfreute sich der zweite Teil des Jahresfestes am Soldatenheim auf dem Hof Schoppmann schönsten Sonnenscheins. Auch einige Gruppen, die auf „Vatertagstour“ waren, nutzen die Gelegenheit, sich bei einem Zwischenstopp mit den saftigen Rippchen vom Grill zu stärken. Traditionell sorgen der Schießwettbewerb auf dem Schießstand am Soldatenheim und der Knobelwettkampf für viel Spannung beim Jahresfest. Der Vorsitzende Hubert Reinker sicherte sich mit einem ruhigen Händchen den Vereinspokal. Beim Pokalschießen für jedermann sicherte sich Chris Meilton im Stechen den ersten Platz, gefolgt von Dietmar Bischoff auf Platz zwei und Pez Rayner auf Platz drei. Auch beim Knobeln wurde erst im Stechen entschieden, wer sich über das Preisgeld freuen durfte. Am Ende setzte sich Harry Giesch vor Georg Assmann und Jörg Richter durch.

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Rede von Christian Murrenhoff zum Volkstrauertag am 13. November 2011

am Ehrenmal in Freckenhorst

 Sehr geehrte Damen und Herren,

 der Volkstrauertag fordert uns auf inne zu halten, wir gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

In den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts hat es 65 Millionen Tote und 56 Millionen Versehrte gegeben, also insgesamt 120 Millionen Kriegsopfer. Nicht vergessen werden dürfen auch die lebenslange psychische Belastung der Überlebenden, Opfer und Täter, sowie der Schmerz der Angehörigen, der Mütter, der Väter, der Geschwister, der Ehefrauen und der Kinder. Auch sie haben viel erlitten und verloren.

 Unvorstellbares Leid! Wir haben uns an diese Zahlen gewöhnt, können sie kaum nachvollziehen. Was das konkret, persönlich für jeden einzelnen heißen kann, möchte ich mit einigen Schlaglichtern aus meiner eigenen Familienbiographie beleuchten.

 Mein Vater, Christian Murrenhoff, Jahrgang 1917, hatte 5 Brüder, die alle - wie auch er selbst - im 2. Weltkrieg eingezogen worden waren, der Jüngste, Josef, noch 1944 mit 17 Jahren. Sie alle haben Briefe aus dem Felde geschrieben und – soweit sie das durften – ihre Gedanken an die Heimat geschickt. Heute möchte ich auch sie – waren sie nun Täter oder Opfer –  zu Wort kommen lassen, denn nach Goethe gehören

  „Briefe zu den wichtigsten Denkmälern, die der einzelne Mensch hinterlassen kann.“

 Ich zitiere exemplarisch aus 2 Briefen meines ältesten Onkels an seine Familie

 Fritz Murrenhoff,

Im Westen, den 16. Dez. 39

Liebe Eltern und Geschwister!

 Ich habe Euren Brief erhalten, Christian ist aber nicht gekommen. Ich kann Chr. nicht darin verdenken, denn was man sich vorgenommen hat, kann nicht immer ausgeführt werden. Dafür ist man Soldat. Ich will jetzt versuchen ob ich Chr. besuchen kann. Kommt Christian zu Weihnachten in Urlaub? Für mich gibt es keinen Urlaub! Es fahren zuerst die, die noch keinen Urlaub gehabt haben und das sind noch so viele. Wenn es jetzt Sonntagsurlaub gibt, werde ich trotzdem kommen, aber um die Weihnachtstage sind sicher für uns die Züge gesperrt, sodass das auch wohl ins Wasser fallen wird. Wie viele Jahre bin ich Weihnachten nicht zu Hause gewesen. Ich dachte nun im diesem Jahre hät es geglückt, aber das ist nun auch wieder hin – zu Weihnachten gehört doch alles zu Hause -. Für uns gibt es auch eine Weihnachtsfeier es wird dazu schon eifrig gespart. Aber was ist das schon. Zu Haus ist es immer noch am schönsten.

 Heute bekam ich von Hagemann und vom „Negerdorf“ ein Päckchen. Das Päckchen aus dem Negerdorf hat mir besondere Freude bereitet. Wer ist auf die Idee gekommen? Und an wen soll ich jetzt schreiben um mich für das Päckchen zu bedanken. Am besten ich schreibe: „An das Negerdorf, Freckenhorst“ der Postbote wird schon wissen wo er den Brief hinbringen muss. Ihr glaubt nicht, was so ein Päckchen auf den Soldaten wirkt. Denn er weiß, dass die Heimat ihn nicht vergisst und das stärkt den Soldaten bei seiner großen Aufgabe.

 Seid zum Schluss alle recht herzlich gegrüßt von Euerm

Soldaten Fritz

Auf ein frohes Weihnachtsfest! Wenn ich zu Weihnachten nicht mehr schreibe, wünsche ich Euch schon jetzt ein frohes Weihnachtsfest.

Grüsst auch recht herzlich Kreimers, Wolffs, Pumpes, und Richters von mir.

 Zweieinhalb Jahre und viele Briefe später schreibt er einen Brief, den ich Ihnen unzensiert und vollständig vorlesen möchte:

 Im Felde, den 7. Mai 1942

Liebe Eltern und Geschwister!

 Es ist kalt und unfreundlich und das mitten im Mai. Man kommt mit dem russischen Klima nicht klar. Die Übergangszeit vom Winter zum Frühjahr war ja herrlich. Innerhalb von 8 Tagen war der ganze Schnee verschwunden und jetzt wieder diese Kälte, es ist auf Deutsch gesagt beschissen. In meinem letzten Brief schrieb ich Euch, dass wir den vom Russen gehaltenen Brückenkopf eindrücken wollen. Es hat alles bestens geklappt. Innerhalb von wenigen Stunden war der ganze Brückenkopf aufgerollt. Meine Kompanie hat dabei den größten Anteil erworben. Wir haben die Stellungen vom Russen aufgerollt und zwar von der Seite. 22 Batterien von uns haben einen Feuerzauber hingelegt von 22 Minuten das hättet Ihr mal hören sollen. Unser Vernichtungsfeuer traf den Russen in seine Bereitstellung, denn er hatte um 11:00 Uhr einen Angriff geplant, wir traten aber schon um 10 Uhr die Zeit an. Ich bin sofort am Abend noch nach vorne gegangen und hab die Kompanie besucht. Aber da konnte man tote Russen sehen. Es wurden 1400 Mann gezählt. Dieses Unternehmen ist auch im Wehrmachtsbericht erwähnt worden. Ich werde Euch den Wehrmachtsbericht  mitschicken. Jetzt liegen wir direkt an der Newa. Das Ufer ist ziemlich steil, Immer und immer wieder kommen verhungerte Russen aus ihren Bunkern am Newaufer und ergeben sich. Was gibt es denn sonst noch Neues? Gestern kam von Euch ein Geleitzug Wurst an. Vielen Dank dafür. Es hat mir gut geschmeckt. Was gibt es denn Neues zu Haus? Sind schon viele von der Ostfront auf Urlaub gewesen? Wenn ich Glück habe, kann ich auch in 6 Wochen zu Hause sein. D.h., wenn nichts dazwischen kommt. Gestern bekam ich von Christian einen Brief mit einem Bild von ihm. Er sieht ja ziemlich wüst aus mit seinem Bart. Ganz so schlimm sehe ich noch nicht aus. Ich habe mich noch ganz gut gehalten. Was macht Irene? Habt Ihr sie schon mal eingeladen. Es sind viele Fragen auf einmal. Jetzt habe ich 5 Minuten überlegt was ich noch schreiben wollte, da fällt mein Blick in die Ofenecke, dort sitzen unsere Kartoffelschälerinnen. Man kann sich gut mit ihnen unterhalten. Mittlerweile habe ich auch schon etwas russisch gelernt, so ist die Verständigung gar nicht schwer. Wenn ich nach Haus hinkomme werde ich nur noch russisch sprechen. Jetzt weiß ich nichts mehr. Alles Gute und herzliche Grüße an alle Bekannten

 Euer Fritz

Bleibt gesund und munter

 Hat er es geahnt als er schrieb: Wenn ich Glück habe, kann ich auch in 6 Wochen zu Hause sein. D.h., wenn nichts dazwischen kommt.

 Wenige Tage später dann die Nachricht:

 Betet für den auf dem Felde der Ehre gefallenen

Fritz Murrenhoff

 

Der liebe Verstorbene wurde geboren zu Freckenhorst am 15. August 1915. Nach glücklicher, froher Jugendzeit rief ihn das Vaterland zur Ableistung des Arbeitsdienstes und im Jahre 1937 zum aktiven Wehrdienst. Nachdem er den Feldzug in Polen und die Kämpfe im Westen glücklich überstanden hatte, war er Weihnachten 1940 zum letzen Mal in der Heimat. Seit dem 22. Juni 1941 kämpfte er ohne Unterbrechung in der vordersten Front gegen den Bolschewismus. Am 14. Juni 1942 wurde er bei harten Kämpfen am Wolchow schwer verwundet und starb am gleichen Tag auf einem Hauptverbandsplatz den Heldentod. Seine letzte Ruhestätte fand er auf den Soldatenfriedhof 3,2 km nördlich von Nowgorod. In seinen letzten Briefen schrieb er vom bevorstehenden Urlaub, doch war es ihm nicht vergönnt, seine Lieben wiederzusehen.

 

Zwei Jahre später, 1944, erlitt mein Onkel Theo den Tod. Ich zitiere:

 Gedenke im Gebete des gefallenen

Theodor Murrenhoff

 Der liebe Verstorbene wurde geb. am 21. Februar 1925 zu Freckenhorst und erlitt den Heldentod getreu seinem Fahneneid, im blühenden Alter von 19 Jahren am 8. März 1944, in Russland bei Putki an der Narwa. Nun ist er vereint mit seinem lieben Bruder Fritz, der ihm am 14.  Juni 1942 im Heldentod vorausging. Seine Eltern und Geschwister stehen tiefgebeugten Herzens im Geiste an jenem Grabhügel im Osten und bitten seiner lieben Seele im Gebete zu gedenken, damit sie ruhe heil Frieden.

 

Es ist schön, in Frieden zu ruhen, aber es ist besser, in Frieden zu leben.

Keines dieser Opfer wollte sterben. Jeder hätte diesen Heldentod gerne gegen sein Leben zurückgetauscht und wollte heil aus diesem Wahnsinn herauskommen und leben.

55 Millionen Menschen verloren ihr Leben durch den zweiten Weltkrieg, 119 Kreuze gefallener Soldaten und 48 Namen vermisster Freckenhorster befinden sich in unserer Stiftskirche. Leo Venneker, Heinrich Schulz, Aloys Lampen verloren ihr Leben im Alter von nur 17 Jahren. Mit 167 Namen von Menschen, die hier gelebt haben, die hier waren, auf unserem Kirchplatz, in unserer Stiftskirche. 167 Menschen von 55 Millionen Menschen, die um ihr Leben betrogen wurden, des Menschenrechts auf ein körperlich unversehrtes Leben beraubt.

 Wer das Holocaustmahnmal in Berlin besucht, wird mit dem Satz empfangen: „Es ist geschehen und es - kann jederzeit wieder geschehen.“

 Michel Friedman hat vor einigen Jahren im Theater am Wall in Warendorf die Frage gestellt, wo hat es angefangen, wer hätte es beenden können, die  Kinder auf dem Schulhof, die Andersstämmige als Kanaken beschimpfen?, der Lokomotivführer, der die Menschen in die Lager fuhr? Wo fängt es an? Wer kann es beenden?

 „1919 rief der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge den Volkstrauertag ins Leben. So erschüttert von den Schrecken des Ersten Weltkriegs in der Hoffnung, dass das Gedenken an die Opfer aller Nationen und die Trauer um sie, uns für immer an den Frieden erinnern würde.

Doch diese Hoffnung machte schon 20 Jahre später der Beginn des Zweiten Weltkrieges zunichte.

 Jeder Einzelne von ihnen starb vergebens. Ihr Tod sollte uns Mahnung sein! Denn wenn wir uns fragen: Welchen Sinn hatte das millionenfache Sterben in den Kriegen? - dann kann es darauf nur die eine Antwort geben:

Wir müssen die furchtbare Erfahrung von damals als ständige Mahnung an uns selbst und an die junge Generation weitergeben.

 Nach dem Zweiten Weltkrieg haben bis heute über 200 Kriege stattgefunden! Die wenigsten davon in Europa, die meisten in der sogenannten Dritten Welt. Und neun von zehn Kriegsopfern sind heute Zivilisten!

 Wir trauern und gedenken heute auch der Opfer der Kriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräften, die im Ausland ihr Leben verloren.

 Potential für Konflikte gibt es vielfältig. Der Zugang zu den Rohstoffen und auch Nahrungsmitteln, der ungleich verteilte Lebensstandard auf der Erde, die Euro-Krise - es geht um Besitz. Vergessen wir nicht, dass es keinen wertvolleren Besitz auf der Welt gibt als das menschliche Leben.

 Für Soldaten an der Front, das stand in vielen Briefen, wäre es das größte Glück gewesen Weihnachten, Neujahr im Kreise der Familie in der Heimat zu feiern.

Der einzelne Mensch träumt doch von seiner Heimat, von seinem Zuhause, von Menschen, die er kennt, denen er vertraut, um die er sich sorgt. Diese sind doch nach heutigen Maßstäben, recht bescheidene und selbstverständliche Ziele, dafür müssen wir dankbar sein.

Auch die Kartoffelschälerinnen –aus dem Brief von Fritz Murrenhoff- sind nette Leute – durch das Verständigen, das Verstehen von Sprache, fand hier Annäherung statt. 

 Seien wir offen auch für Menschen, die wir noch nicht verstehen. Lassen wir uns nicht von verwirrten Mitmenschen, verblendeten Machthabern, in die Irre führen. Seien wir wachsam, übernehmen wir Verantwortung für den richtigen Weg, und geben wir der Saat von Terror und Gewalt  keinen Nährboden, kein Wasser und kein Licht.

 Der Frieden, meine Damen und Herren, lässt sich nicht durch militärische Einsätze herbeizwingen.

Er ist vielmehr das Ergebnis eines langen, schwierigen, Prozesses, in dem sich die Menschen und Völker einander annähern müssen. In Westeuropa ist uns dies nach dem Zweiten Weltkrieg gelungen.

Wo Jahrhunderte lang Hass und Rachegefühle herrschten, sind in den Jahrzehnten nach 1945 Verständnis füreinander, Toleranz, ja Völkerfreundschaften, gewachsen.

Zum Beispiel sind aus den sogenannten „Erbfeinden“ Deutschland und Frankreich Freunde geworden.

Durch Versammlungen in der Nikolaikirche in Leipzig mit Gebeten und Kerzen entstand die friedliche Revolution, die die Mauer zum Fallen brachte.

 Nie wieder Krieg! Nur noch Frieden und Freiheit!

Aber dazu müssen wir selber bereit und offen sein, in unseren Herzen Frieden zu wollen – mehr als alles andere für ein würdiges Menschsein in Freiheit und Toleranz. Es ist nicht immer leicht, sich immer wieder neu dafür zu engagieren und einzusetzen.

 Der Volkstrauertag macht uns bewusst: Das ist der richtige Weg!!!

 Gehen wir aufeinander zu und bitten Gott uns zu stärken, damit wir gemeinsam heute und morgen, in Gedanken, Worten und Taten das wertvollste Gut – jedes menschliche Leben -schützen, denn:

 Die Würde des Menschen ist unantastbar und jeder Mensch ist einzigartig.

 Machen wir uns auf den Weg!

 

Christian Murrenhoff, 13. November 2011

 

Freud und Leid sind oft nicht weit auseinander!

Schützenkönig heißt Chris Meilton

Von der sommerlichen Pättkesfahrt in näherer Umgebung zurückgekehrt, konnten sich die Teilnehmer - darunter im Vereinstrikot (2. von links): Schießwart Alfred Kruse, kniend: Anne Richter (einzige aktive Soldatin, Oberbootsmann), unten 4. von rechts: Ewald Wickentrup, mit 94 Jahren ältestes Vereinsmitglied, daneben seine Ehefrau Änne Wickentrup - , bei Kaffee und Kuchen stärken.Foto:

Freckenhorst - Für das Sommerfest der Soldatenkameradschaft Freckenhorst von 1868 am Samstag konnten die äußeren Voraussetzungen kaum besser sein. Bei Sonnenschein und wenig Wind meldeten die Fahrradfahrer, die ab 13.30 Uhr eine Pättkestour in die Umgebung angetreten hatten, am Zielort: „Keine besonderen Vorkommnisse.“ Damit das Biwakfest auf dem Hof Schoppmann in Hägerort 1, dem festen Domizil der Kameradschaft, zu einer „runden“ Sache wurde, hatte das Vorbereitungsteam bestens vorgesorgt. Zur Wiedererstarkung gab es Kaffee, Kuchen und diverse Getränke.


Am vereinseigenen Schießstand wurde, was bei Soldaten schon mal vorkommt, geschossen. Allerdings harmlos mit Luftgewehr auf 10er-Karten. Es ging nämlich darum, den Schützenkönig des Tages zu ermitteln. Die beste Drei-Schuss-Serie mit 29 Ringen und damit den ersten Preis erzielte Chris Meilton. Der daneben laufende Knobelwettbewerb war eine Domäne der Frauen. Inge Dors legte mit der Punktzahl von 36 in einem Wurf das maximale Ergebnis hin, gefolgt von Änne Wickentrup mit 35 Punkten. Gegen Abend trat Jörg Richter in Aktion, als er zum Essenfassen aufrief. Die von ihm zubereiteten Grill-Spezialitäten wie Rippchen, Steak und Bratwurst gerieten zu Delikatessen. Ein Wunsch der Vereinsmitglieder ist allerdings noch nicht erfüllt worden: Sie möchten vor allem jüngere Kameraden in ihren Kreis aufnehmen.

Bericht Babeliowski, WN v. 24.08.2011

Pättgesfahrt mit anschließendem Biwak am 20.August 2011

Von der sommerlichen Pättkesfahrt in näherer Umgebung zurückgekehrt, konnten sich die Teilnehmer - darunter im Vereinstrikot (2. von links): Schießwart Alfred Kruse, kniend: Anne Richter (einzige aktive Soldatin, Oberbootsmann), unten 4. von rechts: Ewald Wickentrup, mit 94 Jahren ältestes Vereinsmitglied, daneben seine Ehefrau Änne Wickentrup - , bei Kaffee und Kuchen stärken.Foto:
(Babeliowsky)

Die Biwakgäste und Helfer (Foto Hans-Werner Cybulski)

Die Plazierten beim Preisknobeln v.L. Änne Wickentrup-2.Paltz, Inge Dors-1.Platz, Anne Richter-Ausrichterin,

Dieter Thüsing-3.Platz,   (Foto H.W.Cybulski)

Plazierte beim Preisschießen v.L. Alfred Kruse-3.Platz, Chris Meilton-1.Platz, Dieter Landwehr-Ausrichter,

Dieter Theres-2.Platz,  (Foto H.W. Cybulski)

Weitere Bilder vom Biwak unter "Bilder"

Pez Rayner ist Vereinsmeister

                 

 Freckenhorst - Mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal an der Petrikapelle begann am Mittwoch das Jahresfest der Kameradschaft ehemaliger Soldaten Freckenhorst. Der Vorsitzende der Soldatenkameradschaft, Hubert Reinker, erinnerte in seiner Rede an das Leid, das der Zweite Weltkrieg über die Menschheit gebracht habe. Auch heute erlebe man noch an vielen Orten Kriege oder kriegsähnliche Zustände: „Ich bin erschrocken, empfinde Wut und bin unendlich ratlos“, so Reinker.

Im Anschluss an die Kranzniederlegung verbrachten die Kameraden den Abend bei Musik im Saal der Gaststätte Bürgerstuben. Bei der Tombola wurde eine Vielzahl an Preisen unter den Anwesenden verlost.
Am Donnerstag wurde rund um das Soldatenheim weiter gefeiert: „Bei sonnigem Wetter haben wir einen schönen Familientag auf dem Hof Schoppmann verbracht“, resümierte Reinker bei der abendlichen Siegerehrung den Tag. Beim Preisknobeln gewann Simon Harenkamp mit 33 Augen vor Bärbel Lehmann, Harald Gische und Hanni Mußenbrock.
Vereinsmeister im Schießen wurde Pez Rayner. Chris Milton wurde erster beim Schießwettbewerb für jedermann. Platz zwei belegte Hans-Werner Cybulski, gefolgt von Maria Müller auf Platz drei.  

VON ANDREAS ENGBERT (Westfälische Nachrichten) 03 · 06 · 11